NABU fordert Reduzierung von Schiffsemissionen
Hamburg (ddp-nrd). Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordert eine stärkere Rußreduzierung bei Schiffen in Hafenstädten. Hintergrund seien die hohen Rußemissionen bei Handels- und Kreuzfahrtschiffen, die sowohl dem Klima als auch der Gesundheit der Menschen schadeten, sagte der zweite Vorsitzende des NABU Hamburg, Alexander Porschke, am Dienstag bei einem Treffen mit der GAL-Bürgerschaftsfraktion und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden im Hamburger Rathaus. Eine Verminderung dieser Emissionen müsse stärker als bisher in kommunalen Klimaschutzstrategien festgeschrieben werden.
Viele Kreuzfahrtschiffe, die im Hamburger Hafen anlegten, seien ohne Rußfilter ausgestattet und ließen die Motoren während der Liegezeit laufen, kritisierte Porschke. Dadurch werde die Bevölkerung einer enormen Rußbelastung ausgesetzt. Darüber hinaus veränderten Schiffsabgase das Klima, indem sie stärker als gedacht zur globalen Erwärmung beitrügen, sagte der Verkehrsexperte des NABU-Bundesverbands, Dietmar Oeliger.
Porschke forderte den Hamburger Senat auf, sich national und international stärker für die Reduzierung von Schiffsemissionen einzusetzen. So sollten Schiffe mit hohen Schadstoffemissionen höhere Hafengebühren zahlen als umweltfreundliche. Dadurch könne der Druck auf die Reeder erhöht werden, schneller auf saubere Techniken umzusteigen. Auch müsse die Diskussion über die Ausweitung von Umweltzonen in Nord- und Ostsee vorangetrieben werden.
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