CDU und SPD ermuntern Kommunen zur Umbenennung von Straßen
Schwerin (ddp-nrd). CDU und SPD haben die Kommunen aufgerufen, künftig mehr Straßen und Plätze nach Persönlichkeiten der mecklenburgischen und pommerschen Geschichte zu benennen. Einen entsprechenden Antrag wollten die Fraktionen beider Parteien in den Landtag einbringen, teilte CDU-Landtagsabgeordnete Marc Reinhardt (CDU) am Freitag in Schwerin mit.
20 Jahre nach der friedlichen Revolution gebe es im Nordosten immer noch zu viele Ernst-Thälmann- und Reinhold-Lobedanz-Straßen, aber zu wenige Orte, die an die Träger der Demokratie erinnerten, sagte Reinhardt. Künftig sollten vor allem Personen gewürdigt werden, die sich für demokratische und zivilgesellschaftliche Bewegungen, Initiativen und Projekte verdient gemacht und unter teilweise enormen persönlichen Opfern Widerstand gegen die SED-Diktatur geleistet hätten.
Als Beispiel nannte Reinhardt die CDU-Politiker Werner Jöhren, Karl Heinz Kaltenborn und Siegfried Witte, den LDP-Politiker Kurt Kröning sowie die Sozialdemokraten Willi Jesse, Albert Schulz, Aurel von Jüchen oder Albert Kruse.
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