Feuerwehrexperten diskutieren Konsequenzen des demografischen Wandels

Güstrow (ddp-nrd). Über Folgen und Herausforderungen des demografischen Wandels für künftige Rettungseinsätze wollen ab Freitag (6. November) die mehr als 200 Delegierten des Deutschen Feuerwehr-Verbandstags in Güstrow diskutieren. Wegen der Abwanderung junger Leute fehlten besonders den Jugendfeuerwehren in den neuen Bundesländern zunehmend Nachwuchskräfte, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesbrandmeister Heino Kalkschies am Donnerstag.

Ein weiteres bundesweites Problem sei die schnelle Verfügbarkeit der Einsatzkräfte. Weil immer mehr Arbeitnehmer Jobs fernab ihres Heimatorts annehmen müssten, fehlten vielen der 23 000 Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland vor allem am Tage Helfer.

Auf der Tagesordnung der Delegiertenversammlung stehen ferner die Wahl des Präsidenten und seines Stellvertreters sowie die Vorbereitung des Deutschen Feuerwehrtages, der im Juni 2010 in Leipzig stattfindet.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sagte, die Freiwilligen Feuerwehren leisteten nicht nur im Brand- und Katastrophenschutz einen wichtigen Beitrag. Sie böten auch gerade im ländlichen Raum ein attraktives Freizeitangebot.

Caffier kündigte an, dass die Landesregierung die bislang mit 200 000 Euro unterstützte Imagekampagne «Köpfe gesucht» in den nächsten beiden Jahren nochmals mit 100 000 Euro fördern wolle. Mit der Aktion sollen vor allem junge Menschen für die Feuerwehr gewonnen werden. Zugleich soll bei Arbeitgebern um Verständnis dafür geworben werden, dass Mitarbeiter für Einsätze und Ausbildung bei den Feuerwehren freigestellt werden.

(folgt Analyse bis 12.00 Uhr; ca. 60 Zeilen)

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