Studie untersucht altersgerechte Wege zum lebenslangen Lernen

Rostock (ddp-nrd). Das deutsche Bildungssystem ist nach Ansicht von Experten trotz alternder Gesellschaft zu sehr auf junge Schüler und Studenten ausgerichtet. Dabei nehme die Bedeutung lebenslangen Lernens immer mehr zu, sagte der Leiter des Rostocker Uni-Instituts für sprachliche Kommunikation, Wolfgang Sucharowski. Seine Mitarbeiter untersuchen in einem Forschungsprojekt, auf welche Art und Weise sich ältere Menschen Wissen aneignen. So sollen Wege aufgezeigt werden, wie Bildung bis ins hohe Alter aussehen könnte.

Der demografische Wandel führe zu einer längeren Lebensarbeitszeit, sagte Sucharowski. Das mache es nötig, auch noch mit 50 oder 60 Jahren an Umschulungen teilzunehmen. Allerdings gebe es noch keine flächendeckende Ausbildung für Lehrer, die Senioren unterrichten. Offen sei auch, wie Lehrbücher für diese Altersgruppe aussehen sollen. «Wir reden über lebenslanges Lernen, aber wie es funktionieren soll, wissen wir nicht», sagte Sucharowski. In einer ersten Studie haben Sucharowski und sein Mitarbeiter Bastian Schwennigcke unter anderem das Leseverhalten älterer und jüngerer Menschen verglichen.

(folgt Korrespondentenbericht bis 12.00 Uhr; ca. 55 Zeilen)

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