Sprunghafter Anstieg der Schweinegrippefälle im Nordosten
Rostock (ddp-nrd). Die Gesundheitsämter in Mecklenburg-Vorpommern haben einen deutlichen Anstieg der Schweinegrippefälle verzeichnet. Bis zum Freitag seien 373 Erkrankungen an Neuer Influenza gemeldet worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Montag mit. Allein in der vergangenen Woche wurden 100 neue Fälle registriert. Damit zählt Mecklenburg-Vorpommern zu den Bundesländern mit dem größten prozentualen Anstieg der Schweinegrippe-Meldungen. Laut Robert-Koch-Institut sind bundesweit in einer Woche mehr als 3000 Neuinfektionen registriert worden, damit haben sich seit April rund 30 000 Menschen mit der Neuen Grippe angesteckt.
Von der Schweinegrippewelle besonders betroffen sind in Mecklenburg-Vorpommern die unter 25-Jährigen. Jeder zweite Erkrankte ist jünger als 18 Jahre, jeder vierte zählt zur Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen. Die meisten Krankheitsfälle werden zurzeit aus den Kreisen Ludwigslust und Ostvorpommern sowie aus Stralsund gemeldet. 20 Grippekranke mussten bislang ins Krankenhaus eingewiesen werden. Todesfälle gab es nicht.
Angesichts der hohen Ansteckungsfähigkeit des Influenza-Virus und der beginnenden nasskalten Jahreszeit, die ohnehin traditionell mit vielen grippalen Infekten einhergehe, sei mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Grippefälle zu rechnen, teilte das Landesamt mit. Vor allem Risikogruppen sollten sich deshalb unbedingt impfen lassen. Von einer vorsorglichen Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen riet das Landesamt dagegen ab.
Bei den Gesundheitsämtern im Nordosten haben sich rund 1500 Menschen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Hinzu kommen Impfungen bei niedergelassenen Ärzten. Mehr als 50 000 Impfdosen stehen im Land zur Verfügung, weitere 32 000 Dosen werden in den kommenden Tagen geliefert.
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