Prozess um die «Nixe von Boltenhagen» hat begonnen (Mit Bild)
Grevesmühlen (ddp-nrd). Drei Jahre nach dem Vermarktungsstreit um die «Nixe von Boltenhagen» müssen sich die Eigentümer der Bronzeskulptur seit Montag vor dem Amtsgericht Grevesmühlen verantworten. Die Staatsanwaltschaft Schwerin wirft der 27 Jahre alten Inhaberin der Firma «Nymphenworld» aus dem südpfälzischen Wörth und dem 31 Jahre alten Verkaufsmanager das Vortäuschen einer Straftat vor.
Die beiden Angeklagten sollen 2006 bei der Polizei in Grevesmühlen und beim Landeskriminalamt den Diebstahl der am Strand von Boltenhagen postierten Nixe angezeigt haben. Dabei hatten sie laut Anklage selbst für die Entfernung der Skulptur gesorgt und deren Aufstellung im April 2007 am Strand von Travemünde in Schleswig-Holstein veranlasst.
Die lebensgroße Bronzestatue, die der 27-jährigen, 2001 zur Miss Rheinland-Pfalz gewählten Angeklagten ähnelt, war Anfang 2005 über Nacht am Ostseestrand aufgestellt worden. Nachdem sich zunächst niemand zu dem Kunstwerk bekannte, das mit der Zeit zahlreiche Spaziergänger anlockte, beanspruchte wenige Monate später die Firma «Nymphenworld» die Vermarktungsrechte an der Skulptur. Die Folge war ein Streit mit den Gewerbetreibenden des Ortes. Ende Februar 2006 war die Figur plötzlich wieder verschwunden.
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