Staatsanwaltschaft untersucht Kinoverkauf in Ueckermünde
Ueckermünde (ddp-nrd). Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg untersucht gegenwärtig die Vorgänge im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Kinos in Ueckermünde. Ermittelt werde wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Betrugs zum Nachteil der Stadt Ueckermünde, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Lins am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp.
Geprüft werde unter anderem der Vorwurf, ob das Kino vor wenigen Wochen durch die Stadt Ueckermünde zu einem überhöhten Preis vom bisherigen Privatinhaber des Kinos erworben worden sei, sagte Lins. Hinweisen zufolge soll der Stadt im Vorfeld der Verhandlungen ein fingiertes Schreiben vorgelegt worden sein, in dem ein angebliches Kaufinteresse des NPD-Landtagsabgeordneten Tino Müller dokumentiert sei.
Müller habe bestritten, ein solches Schreiben verfasst zu haben und habe daraufhin Strafanzeige gegen den bisherigen Kinobesitzer gestellt, sagte Lins. Die Behörde prüfe nun, ob durch eine vorgetäuschte Kaufabsicht der Kaufpreis zum Schaden des Steuerzahlers in die Höhe getrieben worden sei. Das Kino ist am Montag offiziell von der Stadt übernommen worden.
(folgt Nachrichtenfeature bis 12.00 Uhr)
Ebenfalls Lesenswert:
- Zentralrat der Sinti und Roma zeigt NPD im Nordosten an
- NPD-Funktionär vor Gericht erfolglos
- Verwaltungsgericht weist Klagen gegen Bürgermeisterwahlen zurück
- Bahn baut Strecke bis zum Ueckermünder Stadthafen
- Ueckermünder Gefängnis schließt
