Prozess um die «Nixe von Boltenhagen» beginnt
Grevesmühlen (ddp-nrd). Drei Jahre nach dem Streit um die Vermarktung der sogenannten Nixe von Boltenhagen beginnt heute (2. November) am Amtsgericht Grevesmühlen der Prozess. Die Staatsanwaltschaft Schwerin wirft laut der im Mai erhobenen Anklage der 27 Jahre alten Inhaberin der Firma «Nymphenworld» aus dem südpfälzischen Wörth und dem 31 Jahre alten Verkaufsmanager das Vortäuschen einer Straftat vor.
Der Angeklagte soll demnach Ende Februar 2006 bei der Polizei in Grevesmühlen, die Frau Anfang März 2006 beim Landeskriminalamt den Diebstahl der auf dem Strand von Boltenhagen postierten Bronzestatue angezeigt haben, obwohl sie selbst für die Entfernung der Skulptur gesorgt und deren Aufstellung im April 2007 am Strand von Travemünde in Schleswig-Holstein veranlasst haben sollen.
Die lebensgroße Bronzestatue war Anfang 2005 überraschend von damals Unbekannten am Ostseestrand in Boltenhagen aufgestellt worden. Wenige Monate später beanspruchte die Firma «Nymphenworld» die Vermarktungsrechte an der Skulptur, die mittlerweile zum Markenzeichen des Ostseebades geworden war. Die Folge war ein Streit mit den Gewerbetreibenden des Ortes. Ende Februar 2006 war die Figur plötzlich wieder verschwunden.
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