Studie lobt Entwicklung in neuen Bundesländern

Köln (ddp-nrd). Die Entwicklung in den neuen Bundesländern ist in den 20 Jahren seit dem Mauerfall offenbar besser verlaufen als vielfach angenommen. Wie die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Köln am Mittwoch unter Berufung auf Studien der Freien Universität Berlin und des Dresdner Ifo-Instituts mitteilte, hat der Lebensstandard in den neuen Ländern mittlerweile fast Westniveau erreicht. Die Wohlstandsentwicklung in den ostdeutschen Ländern sei «beispiellos».

Zwar liege das ostdeutsche Einkommensniveau durchschnittlich noch immer 10 bis 15 Prozent unter dem westdeutschen. Es gebe jedoch deutliche regionale Unterschiede. Vielfach habe sich das Einkommensniveau bereits angeglichen. So liege etwa das jährliche verfügbare Einkommen im thüringischen Suhl mit durchschnittlich 16 879 Euro über dem von Flensburg mit 14 874 Euro.

Die meisten Menschen in den neuen Ländern hätten persönlich und materiell von der Einheit profitiert. Dazu zählten unter anderem Rentner, da sie im Durchschnitt höhere Renten bezögen als viele Senioren in den alten Ländern. Der Anteil der Abiturienten an den Schulabgängern habe sich seit 1989 fast verdreifacht, die Lebenserwartung von Frauen sei von 76,2 auf 82 Jahre und die von Männern von 70 auf 75,8 Jahre gestiegen. Außerdem seien die Umwelt nachhaltig saniert und die Infrastruktur der Städte umfassend modernisiert worden.

Dennoch ist die Stimmung in den neuen Ländern laut INSM sehr viel schlechter als die reale Lage. Nach wie vor sorgten sich mehr Ostdeutsche um die wirtschaftliche Entwicklung als Westdeutsche.

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Montag, 21. Mai 2012

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