Mecklenburg-Vorpommern setzt EU-Schulobstprogramm nicht um

Schwerin (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommern wird das Subventionsprogramm der Europäischen Union für kostenloses Obst an Schulen und Kindertagesstätten wegen bürokratischen Mehraufwands nicht umsetzen. Aufgrund des überdimensionierten Kontroll- und Abrechnungsmodus stünden Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis, teilte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) am Dienstag in Schwerin mit. Eine gute Idee scheitere an einem Übermaß an Bestimmungen, kritisierte er. Die bürokratischen Hürden seien einfach zu hoch, daher habe man sich «nach reiflicher Überlegung» entschieden, Abstand von dem Programm zu nehmen.

Backhaus bekräftige zugleich sein Ziel, das Angebot an frischem Obst an den Schulen zu verbessern. Er verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern zu den wenigen Ländern gehöre, das bereits vorsorglich Geld zur Kofinanzierung des EU-Programms im Haushalt 2010 eingestellt hat. Diese Mittel sollen jetzt für alternative Projekte zur gesunden Ernährung von Kindern eingesetzt werden.

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Montag, 21. Mai 2012

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung