Vorbereitungen zum Sperrwerkbau in Greifswald-Wieck beginnen

Greifswald (ddp-nrd). Die Stadt Greifswald soll ab 2013 durch ein verschließbares Sperrwerk an der Mündung des Ryck gegen Sturmfluten und Hochwasser geschützt werden. Nach mehreren Jahren Planungsarbeiten beginnen in den nächsten Tagen die Vorbereitungen für die Errichtung der Schutzanlage, wie Frank Mikkat, zuständiger Projektleiter im Staatlichen Amt für Umwelt und Natur Ueckermünde, am Freitag auf ddp-Anfrage bestätigte.

Dafür wird zunächst eine Baustraße vom Hafen Ladebow nach Wieck angelegt. Der Auftrag zum Bau des Sperrwerkes sei inzwischen europaweit ausgeschrieben worden, sagte Mikkat. Ab April 1010 sollen dann Ausbaggerungen und anschließend Drainage- und Rammarbeiten beginnen.

Die Stahlkonstruktion mit einer 21 Meter breiten Schiffsdurchfahrt soll im Fall einer Sturmflut hydraulisch geschlossen werden. Dabei wird ein Drehsegment am Flussboden über zwei Widerlager aufgerichtet, so dass an der Ryck-Einfahrt eine 4,65 Meter hohe Barriere entsteht.

Das Sperrwerk ist Teil eines großflächigen Sturmflutschutzsystems, das mit voraussichtlichen 27 Millionen Euro Kosten das bisher größte Küstenschutzprojekt in Mecklenburg-Vorpommern darstellt. Dazu gehören auch der Bau von Deichen mit insgesamt rund 2,2 Kilometer Länge, die Erhöhung von Wegen sowie die Renaturierung von Polderflächen.

Nach einer Studie des Instituts für Wasser und Gewässerentwicklung Karlsruhe würden gegenwärtig im Falle eines Pegelanstiegs um 2,90 Meter über Normal etwa zwei Drittel des Greifswalder Stadtgebiets überschwemmt.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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