Brandanschlag auf Rostocker Laden eines NPD-Abgeordneten

Rostock (ddp-nrd). Unbekannte haben am Mittwoch einen Brandanschlag auf einen vom NPD-Landtagsabgeordneten Birger Lüssow betriebenen Laden in Rostock verübt. Wie die Polizei mitteilte, blieben die drei im Geschäft befindlichen Personen unverletzt. Die Täter hätten am frühen Abend Bekleidungsstücke im Eingang angezündet und seien danach geflüchtet, hieß es. Die Zeugen löschten das Feuer und riefen die Polizei.

Das von den Behörden als rechter Szeneladen bezeichnete Geschäft mit dem heutigen Namen «Dickkoepp» im Stadtteil Kröpeliner-Tor-Vorstadt ist seit seiner Eröffnung vor einigen Jahren mehrfach Angriffsziel von vermutlich politischen Gegnern gewesen. Auch im neuesten Fall schließt die Polizei einen politischen Hintergrund nicht aus.

Zur Schadenshöhe lagen bis Donnerstagmorgen keine Angaben vor. Im gleichen Gebäude soll sich ein Abgeordnetenbüro Lüssows befinden. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hat nach Polizeiangaben die weitere Öffentlichkeitsarbeit zu den Geschehnissen übernommen.

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3 Kommentare

  1. Martin 22.10.2009

    In dem o.g. Artikel berichten Sie, daß die unbekannten Täter im Eingangsbereich des Geschäftes Kleidungsstücke angezündet hätten. In der Berichterstattung anderer Nachrichtenportale ist zu lesen, daß die Täter einen Brandsatz, einen sogenannten Molotow-Cocktail, in das Geschäft geworfen haben. Dies deckt sich auch mit den Angaben der Polizei. Es handelt sich mithin nicht um eine Kockelei, sondern um einen gezielten Brandanschlag.

    Wenn Sie weiter berichten, Zeugen hätten das Feuer gelöscht, so widerspricht das den Angaben der Feuerwehr, die vor Ort im Einsatz war. Ein Video, welches auf dem Portal youtube.com zu sehen ist, belegt ebenfalls, daß der Brand erst von der Feuerwehr gelöscht werden konnte.

  2. Richtig ist, dass ein Kleiderständer mit schätzungsweise 20 Jacken im Eingangsbereich in Brand gesteckt wurden. Von diesen Jacken branten vielleicht 5 - 10 Jacken. Da ich direkt vor Ort war hatte ich versucht, den Brandherd (Jacken) aus dem Haus herauszuziehen. Die erste Jacke hatte ich bereits (siehe Video). Allerdings kammen dann auch schon die Nazis aus dem Haus, mit einem kleinen Feuerlöscher. Ich habe mich dann verdünnisiert und den Ladenbetreibern das Feld überlassen. Warum das Feuer nicht gelöscht bzw. der Kleiderständer einfach mal aus dem Haus ins Freie gezogen wurde, verstehe ich auch nicht. Wie auf dem Video zu sehen ist, stehen die Ladenbetreiber da die ganze Zeit einfach nur so rum.

  3. Habe mir gerade noch einmal das Video auf Youtube angesehen. Nach ca. 35 Sekunden lassen die doch da gerade mal n`e Jacke aus dem Eingangsbereich, die neben der Treppe lag, verschwinden. Ich würde ja fast wetten, dass da ein kleiner Feuerlöscher drunter ist, der da mal gerade noch verschwinden muss, bevor Polizei und Feuerwehr eintreffen.
    Und wenn nicht, warum legt jemand seine Jacke vor einem brennenden Laden ab???

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Donnerstag, 02. September 2010

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