Vater wegen Tötung eines Säuglings zu fast vier Jahren Haft verurteilt (Mit Bild)
Rostock (ddp-nrd). Im Prozess um die Misshandlung eines Säuglings ist der angeklagte Vater zu drei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Rostock befanden den 36-Jährigen am Mittwoch der schweren Körperverletzung mit Todesfolge für schuldig. Er soll 2007 seine elf Wochen alte Tochter in Panik so heftig geschüttelt haben, dass sie Hirnschädigungen erlitt und an den Folgen starb.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine fünfjährige Haftstrafe gefordert, die Verteidigung hingegen eine dreijährige Strafe als angemessen angesehen. Der Vater habe in einer hilflosen und panischen Situation einen schweren Fehler begangen, den er sehr bereue, betonte die Verteidigerin.
Der damals 34 Jahre alte Mann hatte das Kind im Erziehungsjahr betreut. Seinen Angaben zufolge war es eines Abends beim Füttern blau angelaufen. Um es zum Luftholen zu bewegen, habe er es an den Füßen kopfüber gehalten und geschüttelt, wie lange und wie heftig, konnte der Angeklagte im Gericht nicht sagen. Laut Rechtsmediziner erlitt das Baby schwerste Hirnverletzungen, es wurde zunächst auf der Intensivstation, später in einer Rehaklinik für hirngeschädigte Patienten behandelt. Dort starb es zwei Monate später.
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