Werfteigner übernimmt auch Geschäftsführung von Nordic Yards

Wismar/Warnemünde (ddp-nrd). Der Käufer der insolventen Wadan-Werften, Vitaly Jussufow, will die kriselnde Werftengruppe in Zukunft selbst führen. Wie das «manager magazin» am Mittwoch vorab berichtete, übernimmt der 29-jährige Russe auch die Geschäftsführung der in Nordic Yards umbenannten Schiffbaubetriebe in Warnemünde und Wismar. «Ich bin überzeugt, dass wir langfristig profitabel arbeiten können», sagte Jussufow dem Blatt. Am Freitag will sich der Investor erstmals persönlich auf der Werft in Wismar der Belegschaft sowie Journalisten vorstellen.

Seine Werften werden sich auf den margenstarken Spezialschiffbau sowie Offshore-Anlagen konzentrieren, sagte Jussofow. Das bisher überwiegende Containerschiffgeschäft sei ein Auslaufmodell. Er suche indessen nach Produktionspartnern in Russland, um Kosten zu sparen: «Wir sind an Produktionskooperationen mit russischen Werften interessiert - sei es als Joint Venture, Subunternehmer oder nur projektweise. Auch eine Kapitalbeteiligung russischer Werften ist denkbar.»

Konkrete Gespräche führt Jussufow eigenen Angaben zufolge mit der staatlichen vereinigten Schiffsbaukorporation sowie mit den zwei privaten Werften Wyborg und OPK. Eine Abwanderung der Technologie von den beiden Mecklenburger Werften nach Russland sei dabei aber kein Thema: «Technologien entwickeln sich immer weiter, und zwar hier. Es geht um das Know-how, das in den Köpfen der Leute steckt. Das kann man nicht einfach nach Russland exportieren», betonte der Werfteigner.

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Montag, 21. Mai 2012

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