Ausstellungszyklus zum 100. Geburtstag des Ahrenshooper Kunstkatens

Ahrenshoop (ddp-nrd). Im 100 Jahre alten Ahrenshooper Kunstkaten ist die dritte und letzte Ausstellung im Jubiläumsjahr eröffnet worden. Sie zeigt zeitgenössische Kunstwerke, nachdem die beiden vorangegangenen Ausstellungen den Gründern und der folgenden Künstlergeneration gewidmet waren, wie eine Sprecherin der Kunsthalle am Montag sagte. Bis zum Jahresende seien nun Arbeiten des Schweizers Jürgen Brodwolf zu sehen. Er zeigt speziell für die Kunstkaten-Räume konzipierte Arbeiten wie Installationen und filmische Dokumentationen.

Der dreiteilige Ausstellungszyklus zum 100. Geburtstag des Kunstkatens hatte seit Jahresbeginn bislang Malereien und Grafiken der Pioniere der Künstlerkolonie wie Carl Malchin, Elisabeth von Eicken, Anna Gerresheim und Hugo Richter gezeigt. Es folgten Plastiken, Grafiken und Malereien von Künstlern, die seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts in Ahrenshoop tätig waren, darunter César Klein, Dora Koch-Stetter und Gerhard Marcks.

Der Kunstkaten wurde am 11. Juli 1909 als Galerie für die in Ahrenshoop ansässigen Landschaftsmaler gegründet. Der Ort auf dem Darß war neben Worpswede die wichtigste Künstlerkolonie Deutschlands. Die Initiative für die Eröffnung eines eigenen Ausstellungshauses ging von dem aus Oldenburg stammenden Maler Paul Müller-Kaempff (1861-1941) und seinem Kollegen Theobald Schorn (1866-1913) aus. Als Auswirkung des Ersten Weltkriegs musste der Kunstkaten 1918 geschlossen werden, seit 1993 ist das Ausstellungshaus im Besitz der Gemeinde Ahrenshoop. 2001 wurde das Haus vergrößert und die Ausstellungskonzeption mit Themen zu europäischen Künstlerkolonien erweitert.

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Montag, 21. Mai 2012

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