Land will Schäfer finanziell unterstützen

Schwerin (ddp-nrd). Mit finanziellen Erleichterungen will die Landesregierung im kommenden Jahr die Schäfer in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen. Nach einem Beschluss der Koalition sollen Schäfer für ökologisch bewirtschaftete Flächen künftig eine jährliche Förderung von 150 Euro je Hektar erhalten, wie die agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Schlupp, am Donnerstag in Schwerin mitteilte.

Zugleich werden im Landeshaushalt die Mittel für Ausgleichszahlungen für Schafzuchtbetriebe auf 80 000 Euro verdoppelt. Damit sollen vor allem Verluste durch Wölfe sowie durch Nutzungsausfälle in Naturschutzgebieten ausgeglichen werden.

Die Schäferei leiste einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft im Nordosten, sagte Schlupp. Deshalb müsse der Berufszweig auch für jüngere Menschen wieder attraktiver gemacht werden.

Der Landschaf- und Ziegenzuchtverband (LSZV) hatte in den vergangenen Wochen mehrfach auf drastisch steigende Belastungen für die landesweit etwa 70 Tierhalter aufmerksam gemacht. Unter anderem seien die Kosten für Pachtflächen, Futtermittel und Kraftstoffe gestiegen. Hinzu kommen Zusatzaufwendungen für die ab 2010 von der EU vorgeschriebene elektronische Kennzeichnung von Schafen und Ziegen. Landesweit werden gegenwärtig etwa 65 000 Schafe von elf Rassen gehalten.

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Montag, 21. Mai 2012

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