Zeitung: Osten wächst wieder langsamer

Leipzig (ddp-nrd). Der konjunkturelle Aufschwung wird in den neuen Ländern nach Überwindung der globalen Wirtschaftskrise offenbar schwächer ausfallen als in Westdeutschland. So sei in Ostdeutschland 2010 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur 1,5 Prozent zu rechnen, während im Westen die Wachstumsrate bei knapp über zwei Prozent liegen werde, sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, der «Leipziger Volkszeitung» (Donnerstagausgabe).

Treier begründete den zu erwartenden Wachstumsunterschied mit dem niedrigen Exportanteil in der ostdeutschen Industrie im Vergleich zu den alten Ländern. Was für den Osten während der Krise ein Vorteil gewesen sei, erweise sich während des konjunkturellen Aufschwungs als Nachteil, sagte der Konjunkturexperte. Von dem wieder an Fahrt gewinnenden Welthandel könne der Osten deutlich weniger profitieren als die Industrieregionen in den alten Ländern.

Allerdings werde der ostdeutsche Arbeitsmarkt geringer als im Westen in Mitleidenschaft gezogen, da es in den dortigen Unternehmen im kommenden Jahr kaum zu weiterem Beschäftigungsabbau kommen werde. Das sei hingegen in etlichen großen Industrieunternehmen im Westen zu erwarten, wo Produktionskapazitäten angepasst werden müssten.

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Dienstag, 07. Feber 2012

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