Razzien in mehreren Bundesländern wegen illegalen Waffenhandels

Kiel (ddp-nrd). In mehreren Bundesländern hat die Polizei zahlreiche Gebäude nach Waffen durchsucht. Der Schwerpunkt der Razzia lag in Schleswig-Holstein, wo 100 Beamte mit Spezialkräften und Spürhunden im Einsatz waren, wie die Staatsanwaltschaft Flensburg und das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein in Kiel mitteilten. In Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Gebäude kontrolliert.

Unter Verdacht stehen acht Hauptbeschuldigte, denen illegaler Handel mit Schusswaffen, unerlaubter Waffenbesitz und das Verändern von Schusswaffen vorgeworfen werden. Einige der mutmaßlichen Täter sollen Mitglieder der rechten Szene sein oder dieser nahestehen.

Bei den bereits in der vergangenen Woche begonnenen Razzien wurden in Schleswig-Holstein zehn Gebäude durchsucht, zudem in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg jeweils eins. Dabei stellten die Beamten eine Vielzahl von Waffen und Munition sowie Diebesgut sicher.

Die Staatsschutz-Abteilung des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein ermittelt den Angaben zufolge seit November 2008 gegen die acht Tatverdächtigen im Alter zwischen 22 und 68 Jahren. Nach den bisherigen Ermittlungen wurden die Schusswaffen einzeln verkauft. Die Käufer kämen vor allem aus dem rechten Milieu, dem allgemeinen kriminellen Milieu, der Türsteher- und der Rockerszene, hieß es.

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Donnerstag, 09. Feber 2012

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