DLRG kritisiert Pläne zur Baggergutverklappung im Darßer Nothafen
Darßer Ort (ddp-nrd). Die vom Land geplante Verklappung von Baggergut im Darßer Nothafen stößt bei Seenotrettern auf heftige Kritik. Das Zubaggern des Hafens und der späte Termin der Fahrwasserbaggerung seien unsinnig und stellten eine Verschleuderung von Steuergeldern dar, sagte der Präsident der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Mecklenburg-Vorpommerns, Mathias Löttge, am Dienstag in Schwerin.
Der FDP-Landtagsabgeordnete Gino Leonhard nannte das Vorhaben einen Schildbürgerstreich. Wer die Fahrrinne zum Nothafen für 600 000 Euro ausbaggern lasse, um im gleichen Atemzug den Hafen selbst unbefahrbar zu machen, der gebe sich nicht einmal mehr den Anschein seriösen Handelns. Leonhard verwies darauf, dass die Landesregierung noch im September angekündigt habe, dass das Baggergut nordöstlich der Prerowbank verklappt werde.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums wird derzeit geprüft, Baggergut aus der Hafenzufahrt im Hafen zu deponieren. Mit der im November beginnenden Notbaggerung solle sichergestellt werden, dass künftig ein Seenotkreuzer den im Nationalpark befindlichen und weitgehend gesperrten Hafen anlaufen kann. DLRG-Experten kritisieren dagegen, dass der Kreuzer künftig nicht mehr mit einem Havaristen im Schlepptau den Hafen ansteuern kann.
Die Zufahrt zu der seit Jahren als Nothafen genutzten Anlegestelle im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft soll ein letztes Mal ausgebaggert werden, um die Zeit bis zum Bau eines Hafens bei Prerow zu überbrücken.
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