Vater soll nach tödlichem Schütteltrauma seines Babys in Haft

Rostock (ddp-nrd). Wegen schwerer Misshandlung seines Babys soll ein Vater aus Rostock für fünf Jahre ins Gefängnis. Der Mann soll sein Kind in Panik so heftig geschüttelt haben, dass es Hirnschädigungen erlitt. Vor dem Rostocker Landgericht plädierte die Staatsanwaltschaft am Montag für eine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte habe gewusst, dass er seine elf Wochen alte Tochter misshandelt, wenn er das Kind heftig schüttelt. Die Verteidigung hingegen forderte eine dreijährige Strafe. Der Vater habe in einer hilflosen und panischen Situation einen großen Fehler begangen, den er sehr bereue.

Der damals 34 Jahre alte Mann hatte das Kind im Erziehungsjahr betreut und abends gewickelt und gefüttert. Da sich das Baby nicht beruhigen wollte, gab er ihm erneut die Flasche, worauf es zu trinken aufhörte und blau anlief. Um das Mädchen zum Luftholen zu bewegen, habe er es an den Füßen kopfüber gehalten und geschüttelt, wie lange und wie heftig, konnte der Angeklagte im Gericht nicht sagen. Laut Rechtsmediziner erlitt das Baby schwerste Hirnverletzungen, es wurde zunächst auf der Intensivstation, später in einer Rehaklinik für hirngeschädigte Patienten behandelt. Dort starb es zwei Monate später. Todesursache war laut Obduktion eine Lungenentzündung.

Das Urteil soll am 21. Oktober verkündet werden.

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Donnerstag, 09. Feber 2012

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