Münchner Filmemacher erhält Deutschen Naturfilmpreis
Wieck (ddp-nrd). Für einen Dokumentarfilm über den Nationalpark Bayerischer Wald ist der Münchner Filmemacher Jürgen Eichinger mit dem Deutschen Naturfilmpreis ausgezeichnet worden. Der Streifen mit dem Titel »Wo Wildnis erwacht« wurde vom Publikum des Darßer Naturfilmfestivals als bester Beitrag von zwölf Wettbewerbsfilmen gewählt, wie die Festivalleitung am Mittwoch mitteilte.
Eichinger war bereits auf dem Darßer Filmfest des vergangenen Jahres erfolgreich. 2008 belegte er mit der »Goldenen Wachau« Platz zwei. Der studierte Geograf (Jahrgang 1961) drehte schon während seines Studiums erste Naturfilme, seit 1985 betreibt er eine eigene Produktionsfirma und ist als freier Autor und Regisseur für den Bayerischen Rundfunk tätig.
Der Film »Wo Wildnis erwacht« zeigt unberührte Bergwälder, geheimnisvolle Moore und stille Seen sowie deren scheue Bewohner vom Habichtskauz über das Auerhuhn bis zum Luchs. Dass die Wahl des Publikums auf diese Doku fiel, zeige, dass Zuschauer nicht nur exotische Landschaften sehen wollten, sagte Festivalleiter Kai Lüdeke.
Mehr als 1000 Film- und Naturfreunde hatten sich während des fünftägigen Festivals die Wettbewerbsbeiträge angesehen und über ihren Favoriten entschieden. Außerhalb der Wertung liefen Fernsehreportagen über Flora und Fauna in Mecklenburg-Vorpommern. Schirmherren des Festivals waren Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und der Träger des Alternativen Nobelpreises, Michael Succow.
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