«Elterntraining» soll bei der Kindererziehung helfen

Schwerin (ddp-nrd). Zur Unterstützung von Eltern pubertierender Jugendlicher soll es an Mecklenburg-Vorpommerns Schulen künftig ein sogenanntes Elterntraining geben. Ziel sei es, vor allem Eltern «schwieriger» Kinder bei Erziehungsproblemen zu helfen, sagte der Staatssekretär im Sozialministerium, Nikolaus Voss, am Freitag in Schwerin.

In jeweils rund zehn Abendkursen sollen im «Elterntraining» Themenkomplexe wie Sexualität, Drogenkonsum und Kriminalität angesprochen und Lösungen erarbeitet werden. Die Eltern würden dabei von speziell geschulten Schulsozialarbeitern, Familientherapeuten und Lehrern betreut, sagte Voss. Die Teilnahme sei kostenlos - finanziert werde das Projekt von Sozialministerium, Bildungsministerium und Landeskriminalamt.

Im Frühjahr 2008 war ein entsprechendes Pilotprojekt an Schulen in Banzkow, Schwerin, Neubrandenburg und Neustadt-Glewe gestartet worden. Zehn Trainer hatten dort mit insgesamt 38 Erwachsenen gearbeitet. Die Resonanz war laut Voss nach anfänglicher Skepsis durchweg positiv. Bei Interesse werde das Projekt nun auf weitere Schulen ausgeweitet.

Als problematisch habe es sich während der Probephase erwiesen, diejenigen Eltern zu erreichen, die tatsächlich Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Kindern hätten, räumte er ein. Häufig hätten sich gerade solche zu einem Training angemeldet, die ohnehin ein Problembewusstsein für Erziehungsfragen besäßen, sagte Voss. In Zukunft sollen Lehrer verstärkt die betroffenen Eltern motivieren, Unterstützung durch die «Elterntrainer» in Anspruch zu nehmen.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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