Warnemünder Marine-Soldaten auf Zypern verprügelt

Warnemünde/Limassol (ddp-nrd). Marinesoldaten aus Warnemünde sind bei einem Barbesuch auf Zypern überfallen und verletzt worden. Wie die Rostocker «Ostseezeitung» (Mittwochausgabe) berichtet, hatten die 15 Frauen und Männer in zivil das Lokal bereits verlassen, als sie auf der Straße mit Eisenstangen und Knüppeln niedergeschlagen wurden. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr bestätigte dem Blatt den Vorfall, der sich bereits Ende August ereignet hatte. Die Opfer hätten Schnittwunden und Prellungen erlitten, ernsthaft verletzt sei offenbar aber niemand.

Die Marinesoldaten gehören zur Crew des Warnemünder Schnellbootes «Hermelin», das im UN-Einsatz im Hafen von Limassol auf Zypern stationiert ist. Im Auftrag der Vereinten Nationen soll es dabei helfen, im Seegebiet den Waffenschmuggel in den Libanon zu unterbinden. Seit 2006 ist die Marine auf Zypern, die Lage sei «recht friedlich», sagte der Bundeswehrsprecher. Natürlich habe es auch «mal einen Streit gegeben, wenn einer seine Zeche nicht gezahlt hatte». Einen vergleichbaren Überfall habe es noch nie gegeben.

Aus der Gruppe der 20 bis 30 angreifenden Personen wurden laut Zeigung vier Türsteher zwischen 22 und 38 Jahren vorübergehend festgenommen, die zypriotischen Behörden ermittelten wegen Körperverletzung. Ende November sollten die «Hermelin» und das zweite Schnellboot aus Rostock-Warnemünde, «Dachs», von Minensuchern aus Kiel abgelöst werden.

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Samstag, 04. Feber 2012

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