Gärtner testen neue Spezialbehandlung für Greifswalds alte Kastanien

Greifswald (ddp-nrd). Mit einer neuartigen Spezialbehandlung versuchen gegenwärtig Garten- und Landschaftsgestalter in Greifswald, bis zu 180 Jahre alte Kastanien auf den Wallanlagen zu retten. Die etwa 30 Bäume stammten noch aus der Erstbepflanzung der Stadtbefestigung und hätten eigentlich ihre Lebensgrenze erreicht, sagte Baumgutachter Gernot Hübner.

Um die besonders alten Bäume noch länger am Leben zu erhalten und zugleich Passanten vor herunterfallenden Ästen zu schützen, erhalten die Kronen der Kastanien jetzt eine Art Korsett. Dazu werde jeder einzelne Seitenast mit einem elastischen Kunststoffseil umspannt und anschließend mit dem Haupttrieb verbunden, sagte der Bauleiter der Zinnowitzer Firma Landschaftsbau Wuttig, Frank Knobloch. Statt der bisher dafür verwendeten starren Stahltrossen würden erstmals dehnbare Seile mit Sicherheitsschlaufen als optische Kontrollmarke eingesetzt.

Die Experten hoffen, dass die Bäume auf diese Weise noch mindestens zehn Jahre erhalten bleiben können. Insgesamt sollen in den nächsten zehn Tagen fast 140 Bäume an Greifswalds beliebten Kastanienwall beschnitten und entsprechend präpariert werden. Für die Baumpflegearbeiten gibt die Stadt rund 12 000 Euro aus.

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Montag, 21. Mai 2012

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