Privater Denkmalhof in Retschow mit Kulturpreis ausgezeichnet

Retschow (ddp-nrd). Der privat betriebene Museumshof Pentzin in Retschow (Landkreis Bad Doberan) ist mit einem Natur- und Denkmalschutzpreis ausgezeichnet worden. Der mit 3000 Euro dotierte Ludwig-Wegener-Preis werde der Familie Pentzin für ihr jahrzehntelanges Bemühen zugesprochen, ein über 200 Jahre altes Bauerngehöft zu erhalten und für Besucher zu öffnen, sagte ein Sprecher des Vereins Kultur-Landschaft am Freitag.

Zum Denkmalhof gehört ein niederdeutsches Hallenhaus von 1787, eine Scheune von 1826 sowie Katen, alle Gebäude sind reetgedeckt. Das Gehöft wird seit 1983 von der Familie Pentzin als Museum in Privatinitiative geführt, inzwischen bereits in der zweiten Generation. Sammlungsschwerpunkte des Museums sind Geräte der Haus- und Landwirtschaft.

Der Ludwig-Wegener Preis wurde vom Verein Kultur-Landschaft zum vierten Mal an Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Er erinnert an den sogenannten Heckenpastor Wegener (1931-2004) aus Groß Varchow im Müritzkreis, der sich mehr als 40 Jahre lang um den Schutz der mecklenburgischen Kulturlandschaft bemühte. Der Pastor und Seelsorger pflanzte unter anderem Alleen und kilometerlange Hecken.

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