Parteien klagen über zerstörte Wahlplakate

Schwerin (ddp-nrd). Die Linke und die CDU in Mecklenburg-Vorpommern klagen über eine zunehmende Beschädigung von Wahlplakaten. Wie der Landesgeschäftsführer der Linken, Kay Spieß, am Freitag auf ddp-Anfrage mitteilte, hat die mutwillige Zerstörung von Großflächen «extrem» zugenommen. In den vergangenen zwei Wochen hätten bereits zwölf großformatige Wahlplakate ausgetauscht werden müssen, weil sie entweder beschmiert, zerfetzt oder abgerissen worden seien. Auf diese Zahl sei man in den Wahlkämpfen zuvor innerhalb von sechs Wochen gekommen. Die Partei habe daraus Lehren gezogen und deshalb erst diese Woche die Wahlwerbung mit Kleinplakaten begonnen, sagte Spieß.

Er müsse davon ausgehen, dass in bestimmten Fällen gezielt gegen die Linke vorgegangen werde. Wenn von drei nebeneinander stehenden Großplakaten verschiedener Parteien ausgerechnet das der Linken beschädigt werde, könne er nur zu diesem Schluss gelangen, betonte Spieß. Je weiter man im Land nach Osten komme, desto häufiger würden die Plakate mit rechtsextremen Parolen beschmiert. Im mecklenburgischen Landesteil seien die Urheber nicht nachzuvollziehen.

CDU-Landesgeschäftsführer Klaus-Dieter Götz hatte bereits zu Wochenbeginn auf die zunehmende mutwillige Zerstörung von Plakaten seiner Partei im Bundestagswahlkreis Wismar-Nordwestmecklenburg-Parchim hingewiesen. Er kündigte an, auch rechtlich dagegen vorgehen zu wollen. Im dortigen Wahlkreis tritt die CDU-Landtagsabgeordnete Karin Strenz als Direktkandidatin für den Bundestag an.

Wenn gezielt ausschließlich und flächendeckend Plakate der CDU zerstört würden, stelle dies eine neue Qualität dar, sagt Götz. Er rief alle demokratischen Parteien zu einem fairen Wahlkampf auf und forderte sie auf, sich deutlich von solchen Formen der Auseinandersetzung zu distanzieren.

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Dienstag, 07. Feber 2012

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