Alle Grund- und Förderschulen erhalten «Zahnrettungsboxen»
Schwerin (ddp-nrd). Alle rund 500 Grund- und Förderschulen in Mecklenburg-Vorpommern sollen in den nächsten Wochen sogenannte Zahnrettungsboxen erhalten. Bildungsminister Henry Tesch (CDU) übergab am Donnerstag in Schwerin die ersten dieser Behältnisse an eine Schweriner Schule. Er startete damit eine gemeinsame Kampagne der Techniker Krankenkasse und der Zahnärztekammer. Die Boxen sind mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt, um beispielsweise nach einem Unfall einen ausgeschlagenen Zahn bis zum dann umgehend fälligen Zahnarztbesuch feucht und steril zu halten.
Der Präsident der Zahnärztekammer, Dietmar Oesterreich, verwies darauf, dass sich laut einer Statistik jedes zweite Kind noch vor dem 16. Lebensjahr bei Stürzen, Schlägen oder anderen Unfällen an den Zähnen verletzt. Vielen Eltern, Erzieher und Lehrer wüssten oft nicht, dass es durchaus möglich sei, einen ausgeschlagenen Zahn oder Zahnbruchstücke wieder einzupflanzen. Bei der richtigen Versorgung in den Minuten nach dem Unfall könne ein Zahn wieder einheilen und noch viele Jahre im Kiefer bleiben, betonte er.
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