Transferkurzarbeitergeld für Wadan-Werft beantragt

Rostock (ddp-nrd). Einen Monat nach ihrer Gründung haben die Transfergesellschaften für die Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde jetzt Kurzarbeit angezeigt. Wie Geschäftsführer Oliver Fieber am Dienstag mitteilte, bezieht sich die Anzeige bei der Agentur für Arbeit auf 2290 der insgesamt rund 2400 Mitarbeiter an beiden Standorten. Sie können nach Genehmigung des Antrags durch die Arbeitsagentur Transferkurzarbeitergeld in Höhe von knapp zwei Drittel des bisherigen Einkommens beziehen. Nur wenige Beschäftigte seien nicht in die Transfergesellschaft gewechselt, sagte Fieber. Die übrigen seien Auszubildende und leitende Mitarbeiter, die nicht förderfähig seien.

Der Chef der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, Jürgen Goecke, bestätigte den Eingang der Anzeige. Die Agentur rechne für dieses Jahr mit Ausgaben von knapp 40 Millionen Euro infolge der Insolvenz der Werften. Die Summe setze sich zusammen aus 16 Millionen Euro Insolvenzgeld, 6,5 Millionen Euro an Sozialabgaben und 17 Millionen Euro für die Transfergesellschaft für die angenommene Laufzeit von fünf Monaten für alle Beschäftigten.

Sollte der neue Investor innerhalb dieser Zeit einen Teil der Mitarbeiter wieder einstellen, könnte die Summe den noch nicht übernommenen Kollegen zugute kommen: Nach Angaben der IG Metall wurde im Vertrag für die Transfergesellschaft eine Klausel aufgenommen, wonach sogenannte Fluktuationsgewinne, also die Ersparnis, wenn ein Teil der Beschäftigten wieder in Arbeit kommt, in die Verlängerung der Maßnahmen für die verbleibenden Mitarbeiter gesteckt werden.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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