Hetze bei Randale zieht beschleunigtes Verfahren nach sich

Rostock/Bützow (ddp-nrd). Die Vorgänge am Rande eines Volksfestes in Bützow ziehen ein beschleunigtes Verfahren vor dem Güstrower Amtsgericht nach sich. Wie ein Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft mitteilte, sollte voraussichtlich noch am Montag ein Urteil gegen einen 21-Jährigen fallen. Dem Beschuldigten würden Volksverhetzung und Landfriedensbruch vorgeworfen. Haftgründe lägen nicht vor, sagte der Sprecher.

Bei den Auseinandersetzungen der etwa 50 rechtsextremen und alkoholisierten Randalierer mit der Polizei am frühen Sonntagmorgen sei der zur rechten Szene zählende Mann nicht dabei gewesen. Er sei bereits vorher «aus dem Verkehr gezogen» worden, nachdem er mit einer indizierten Liedzeile versucht habe, die Gruppe aufzustacheln.

Fünf weitere festgenommene Tatverdächtige waren am Montag laut Staatsanwaltschaft vernommen worden. Bislang hätten sich keinem von ihnen konkrete Handlungen zuordnen lassen, ebenso wenig den 18 Personen, deren Personalien aufgenommen worden seien.

Bei den Ausschreitungen hatten sich der Polizei zufolge Randalierer mit Bänken bewaffnet, einer von ihnen ging sogar mit einer Eisenstange auf Beamte los. Andere hätten sie zum Widerstand gegen die Polizisten ermuntert. Dabei sollen auch rechtsextreme Parolen gerufen worden sein. Verletzt wurde offenbar niemand.

Bereits vor zwei Jahren war es am Rande der Gänsemarkttage zu schweren Ausschreitungen gekommen, an denen einschlägig bekannte Personen aus der rechtsextremen Szene beteiligt gewesen sein sollen.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

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