Backhaus will EU-Schulobstprogramm umsetzen
Schwerin (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) will das EU-Schulobstprogramm umsetzen. Das Land habe bereits vorsorglich Mittel im Haushalt 2010 eingestellt und werde sich im Vermittlungsausschuss für eine einvernehmliche Lösung zwischen der Bundesregierung und den Ländern einsetzen, sagte Backhaus am Freitag in Schwerin. «Notfalls kofinanzieren wir das EU-Programm allein», fügte er hinzu.
Das Geld reiche allerdings nicht aus, um alle Grundschüler zu versorgen. Für das Programm um Gratis-Schulobst für Schüler will die EU 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen, wenn Deutschland 18,6 Millionen Euro beisteuert.
Backhaus verwies darauf, dass davon nur 483 000 Euro auf Mecklenburg-Vorpommern entfielen. Zusammen mit der Kofinanzierung des Landes stünden dann 645 000 Euro zur Verfügung. Daraus ergäben sich gerade einmal 12,40 Euro pro Grundschüler und Jahr. Damit sei nur ein Bruchteil der Kosten gedeckt.
Backhaus betonte, die Kofinanzierung des Programms sei eine Aufgabe des Bundes. Je stärker sich der Bund an der Finanzierung beteilige, desto mehr Geld habe das Land frei, um zusätzlich Geld in das Programm zu stecken, sagte er.
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