Land bekennt sich zum Fallada- und Reimann-Archiv
Schwerin (ddp-nrd). Das Land hat sich zum Brigitte-Reimann-Literaturhaus in Neubrandenburg sowie zum Hans-Fallada-Archiv in Carwitz bekannt. Die Bewahrung des Erbes beider Schriftsteller sei und bleibe dem Land ein großes Anliegen, sagte Kultusminister Henry Tesch (CDU) am Freitag in Schwerin. Er wies zugleich Vorwürfe zurück, wonach der Betreiberverein, das Literaturzentrum Neubrandenburg, aufgrund von Versäumnissen des Ministeriums beide Einrichtungen zeitweilig schließen müsse.
Sein Haus habe dem Literaturzentrum Überbrückungsangebote gemacht, auf die bislang nicht reagiert worden sei, betonte Tesch. Fördermittel seien immer noch reserviert.
Das Literaturzentrum hatte mitgeteilt, dass es die Brigitte-Reimann-Ausstellung und das Archiv im Neubrandenburger Literaturhaus sowie das Hans-Fallada-Archiv zum 1. September schließen muss. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass die finanzielle Ausstattung für eine ganzjährige öffentliche Nutzung der Einrichtungen nicht ausreicht. Weil das Land den Förderantrag des Literaturzentrums bisher nicht beschieden habe, habe sich die Situation in diesem Jahr weiter verschärft.
Das Brigitte-Reimann-Literaturhaus war 1999 auf dem Grundstück eröffnet worden, auf dem die DDR-Schriftstellerin von 1968 bis zu ihrem Tod 1973 lebte und arbeitete. Im Archiv des Reimann-Hauses, das seit seiner Neueröffnung auch Domizil des Literaturzentrums Neubrandenburg ist, lagern rund 8000 Bände und teilweise sehr wertvolle Original-Dokumente. Darunter finden sich auch die Nachlasse der Autoren Hans Fallada (1893-1947), Joachim Wohlgemuth und Rudi Strahl.
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