Holter: Interesse des Investors an Wadan-Werften zeitlich begrenzt
Schwerin (ddp-nrd). Linke-Fraktionschef Helmut Holter hat Zweifel an den russischen Plänen für die früheren Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde geäußert. Die Schiffbaubetriebe seien nur für eine Übergangszeit von Interesse, sagte Holter der «Ostseezeitung» (Donnerstagausgabe). Die Russen seien an einem Technologie-Transfer interessiert, das wisse er aus «gesicherter Quelle». Hintergrund sind Medienberichte, dass Russland in Primorsk eine der modernsten Werften der Welt bauen lassen will.
Es gebe die große Sorge, deutsches Ingenieurwissen könne mit russischen Aufträgen nach Primorsk abgezogen werden. Holter warf die Frage auf, ob die Russen die Werften mittelfristig dicht machen wollten. Die Bundesregierung müsse dringend erklären, was sie unter «strategischer Partnerschaft» im Schiffbau zwischen Deutschland und Russland verstehe.
Im Zusammenhang mit dem Kauf der Wadan-Werften durch einen russischen Investor kommt der Wirtschaftsausschuss des Landtags am Dienstag auf Antrag der Linken zur einer Sondersitzung zusammen, wie eine Fraktionssprecherin mitteilte. Die Landesregierung soll den Abgeordneten mehr Informationen über den Verkauf geben. Holter hatte die Ausschusssitzung mit dem bestehenden Interesse am Unternehmenskonzept des neuen Eigentümers und an einer Stellungnahme der Betriebsräte und Gewerkschaften begründet.
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