Gewerkschaft kritisiert Lehrerprogramm der Landesregierung

Schwerin (ddp-nrd). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat das Regierungsprogramm zur Zukunft des Lehrerberufes in Mecklenburg-Vorpommern kritisiert. Das am Dienstag vom Bildungsministerium vorgestellte Konzept, das ab dem Schuljahr 2010/2011 greifen soll, bedeute eine Benachteiligung der bereits beschäftigten Lehrer, sagte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner am Mittwoch in Schwerin.

Während die Junglehrer mit Vollzeitbeschäftigung, Übernahmegarantie und einem sogenannten Starterpaket von jeweils 2500 Euro «geködert» würden, seien die beabsichtigten Maßnahmen für die bereits Beschäftigten lediglich ein «Tropfen auf den heißen Stein». Die GEW begrüße zwar die von der Regierung geplante Honorierung bestimmter bislang ehrenamtlich ausgeübter Leistungen, wie zum Beispiel das Engagement bei Fortbildungsprojekten. Allerdings stünden dafür lediglich 2700 Euro pro Schule und Jahr zur Verfügung - «eine Farce», sagte Lindner.

Als «Affront» bezeichnete sie die angekündigte Vollzeitbeschäftigung für Neueinsteiger. Gerade die Pädagogen, die seit Jahren in Teilzeit arbeiteten und noch immer keinen verbindlichen Zeitpunkt für die Rückkehr in die Vollbeschäftigung wüssten, fühlten sich «betrogen». Die Regierung hatte zuvor angekündigt, bis zum Jahresende einen Zeitplan für das Ende der Teilzeitregelung bekanntzugeben.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

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