Zahl der Verkehrstoten im Bundesvergleich deutlich angewachsen
Wiesbaden (ddp-nrd). Die Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern ist entgegen dem Bundestrend im ersten Halbjahr 2009 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, wurden nach vorläufigen Erhebungen 76 Verkehrsteilnehmer im Nordosten getötet. Dies waren 18 Personen oder 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mecklenburg-Vorpommern weist damit den bundesweit höchsten Anstieg auf.
Bezogen auf eine Million Einwohner verunglückten im Bundesdurchschnitt 24 Menschen tödlich. Mit einem Wert von 46 lag Mecklenburg-Vorpommern weit darüber. Während die Zahl der Verkehrstoten im Nordosten, im Saarland und in Berlin wuchs, nahm sie in allen anderen Bundesländern ab - vor allem in Bremen, Niedersachsen und Sachsen.
Rückläufig war in Mecklenburg-Vorpommern von Januar bis Juni die Zahl der Personen, die bei Verkehrsunfällen verletzt wurden. Diese sank um 181 auf 3495.
Bundesweit ging die Zahl der Verkehrstoten um 11 Prozent auf 1955 Verkehrsteilnehmer zurück. Ebenfalls abgenommen hat im ersten Halbjahr die Zahl der Verletzten. Diese sank um 6,5 Prozent auf rund 184 600. Insgesamt musste die Polizei in den ersten sechs Monaten 1,1 Millionen Verkehrsunfälle aufnehmen, dies waren 0,4 Prozent weniger als von Januar bis Juni 2008.
In den ersten fünf Monaten dieses Jahres kamen zudem vor allem weniger Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr ums Leben. Von Januar bis Mai 2009 wurden 29 getötete Kinder gezählt, das waren 22 Kinder oder 43 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
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