Schwerin fordert vom Land Klarheit über Zukunft des Staatstheaters

Schwerin (ddp-nrd). Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) hat vom Land Klarheit über die Zukunft des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin gefordert. «Wir werden uns eine Kürzung der Mittel nicht gefallen lassen», sagte Gramkow am Freitag nach einem Treffen mit Kulturstaatssekretär Udo Michallik in Schwerin. Das Ministerium habe zugesagt, die Argumente der Stadt zu wichten.

Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzungen um die Förderung der Theater und Orchester nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) ist eine zum 1. Januar 2010 geplante Änderung der Grundbeträge für die Theater des Landes. Dadurch würde sich auch die Höhe der Zuschüsse ändern. Ein entsprechender Erlass liege nach Informationen des Staatssekretärs im Entwurf vor, sagte Gramkow. Nach dieser Neuregelung müsste das Schweriner Theater in der laufenden Spielzeit mit rund einer Million Euro weniger auskommen. Generalintendant Joachim Kümmritz hatte bereits vor wenigen Tagen vor der Gefahr einer Insolvenz gewarnt.

Es könne nicht sein, dass das effizienteste und hervorragendste Theater des Landes derart unter Druck gesetzt werde, kritisierte die Verwaltungschefin. «Wir werden weiter kämpfen und versuchen, eine politische Mehrheit dafür zu bekommen, dass das Staatstheater auch künftig mindestens in der gleichen Höhe gefördert wird wie bisher.» Gramkow schlug der Landesregierung vor, zum Beispiel über eine Beteiligung nachzudenken. Man dürfe die Stadt bei der Theaterfinanzierung nicht allein lassen, sagte sie.

Gramkow will das Thema Finanzen auch während des geplanten «Theatergipfels» des Landes am 7. September in Rostock zur Sprache bringen.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

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