Backhaus: Brutgebiete für Küstenvögel schwinden

Riether Werder (ddp-nrd). See- und Küstenvögel finden an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern immer weniger geeignete Brutgebiete. Inzwischen böten nur noch wenige Inseln und Halbinsel gute Brutbedingungen für sogenannte Offenlandbrüter wie Möwe, Flussseeschwalbe, Rotschenkel, Bekassine oder Kiebitz, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Freitag nach einem Besuch der Insel Riether Werder an der Landesgrenze zu Polen.

Viele frühere Brutgebiete von Küstenvögeln seien heute als solche nicht mehr geeignet, weil traditionelle Nutzungen aufgegeben wurden. Die Areale seien dadurch zugewachsen und böten weniger offene Flächen, sagte der Minister. Weitere Areale seien durch touristische Aktivitäten und Freizeitnutzungen verloren gegangen. Zudem bedrohten eingewanderte Räuber wie Fuchs oder Marderhund die am Boden brütenden Vögel.

Eines der letzten bedeutenden Brutgebiete für Küstenvögel ist die nur 0,8 Quadratkilometer große Insel Riether Werder im Neuwarper See, einer Bucht im Stettiner Haff. Sie ist Teil des Naturschutzgebiets «Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder». Das Gebiet mit seinem regelmäßig überfluteten Küstenbereich ist nicht zugänglich und wird von ehrenamtlichen Vogelschützern betreut.

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Donnerstag, 17. Mai 2012

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung