Polizei schnappt Kreditbetrüger
Neubrandenburg/Hamburg (ddp-nrd). Die Neubrandenburger Polizei und die Staatsanwaltschaft haben einen internationalen Kreditbetrug mit Hintermännern in Südamerika aufgeklärt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden in diesem Zusammenhang drei Geldkuriere festgenommen und erhebliche Bargeldsummen sichergestellt. Auslöser der Ermittlungen war die Anzeige eines 44-jährigen Mannes im Juni bei der Neubrandenburger Polizei. Dieser hatte für einen in Aussicht gestellten Millionenkredit bereits mehrere Zehntausend Euro an einen Unbekannten gezahlt.
Statt des erhofften Geldes erhielt der Mann lediglich eine E-Mail aus Venezuela mit dem Angebot einer noch höheren Kreditsumme für den Fall einer weiteren Anzahlung. Das Opfer stellte sich daraufhin der Polizei als Lockvogel für eine vorgetäuschte Geldübergabe am Hamburger Hauptbahnhof Anfang Juli zur Verfügung. Beamte des Mobilen Einsatzkommandos des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommerns nahmen dabei einen 35 Jahre alten Tatverdächtigen fest. Der mutmaßliche Betrüger hatte den Angaben zufolge statt der versprochenen Millionen einen Koffer mit Kopierpapier bei sich.
Parallel dazu habe es weitere Ermittlungen gegeben, die in München zu zwei weiteren Festnahmen führten. Die beiden Verdächtigen hatten dort Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro bei sich, die sie offenbar nach Venezuela bringen wollten. Das Amtsgericht Neubrandenburg erließ für alle drei Tatverdächtigen Haftbefehle.
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