Schwesig macht sich für volle Gleichstellung stark
Berlin (ddp-nrd). Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) fordert die uneingeschränkte Gleichstellung von Frauen im Berufsleben. «Frauen müssen für gleiche Arbeit überall das gleiche verdienen wie Männer - ohne Ausnahme», sagte Schwesig der «Bild»-Zeitung (Onlineausgabe).
Die SPD wolle die Gleichstellung mit Familienpolitik und Bildung verbinden, sagte Schwesig, die zum sogenannten Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier gehört. «Es muss in ganz Deutschland kostenlose Betreuungsangebote geben, damit Eltern aber auch Alleinerziehende berufstätig sein können», forderte Schwesig. Dazu müsse der gesamte Bildungsweg von der Kindertagesstätte bis zum Universitätsabschluss kostenlos sein und bleiben.
Zudem forderte Schwesig gesetzliche Mindestlöhne. «Eine alleinerziehende Mutter, die 40 Stunden in der Woche als Friseurin arbeitet, kann ihren Lebensunterhalt derzeit gar nicht oder kaum allein bestreiten», sagte sie. Sollte es nach der Bundestagswahl eine Koalition aus Union und FDP geben, werde das so bleiben. Die Friseurin müsse dann weiter regelmäßig zum Amt, «weil es sonst nicht reicht und sie zusätzlich Geld vom Staat braucht».
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