Mecklenburg-Vorpommern wirbt für neue Schiffsverkehre nach Russland
Ust-Luga (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommern will sich in den nächsten Jahren für die Etablierung neuer Schiffsverkehre nach Russland und ins Baltikum einsetzen. Im Rahmen des EU-Projektes «East-West Transport Corridor II» (EWTC II) wolle man gemeinsam mit russischen Partnern vor allem zusätzliche Liniendienste nach Klaipeda, Baltisk und Ust-Luga unterstützen, sagte der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Sebastian Schröder, am Sonntag nach dem Besuch der russischen Ostseehäfen Vyborg und Ust-Luga.
Mecklenburg-Vorpommern sei ein bedeutender Logistikstandort und maritimer Zulieferer, warb Schröder. Das Land verfüge über eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur und biete mit Sassnitz, Rostock und Wismar wettbewerbsfähige Alternativen zu den Routen über Westdeutschland und Polen an.
Der vor 700 Jahren gegründete Hafen Vyborg, der über 13 Liegeplätze und eine zehn Meter tiefe Zufahrt verfügt, hat sich vor allem auf den Umschlag von Massengütern wie Kohle, Düngemittel, Gusseisen und Holz sowie Stückgüter wie Eisen, Container und Kühlprodukte spezialisiert. In Ust-Luga entsteht derzeit ein moderner Universalhafen mit zehn Umschlagterminals für Kohle, Fährverkehre, Container, Düngemittel und Getreide. Der Hafen ist im Durchschnitt an 250 Tagen eisfrei und hat eine Wassertiefe von 16 Metern. Im September 2006 wurde bereits die innerrussische Fährverbindung Ust-Luga - Baltijsk eröffnet.
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