Bootsbesitzer werden wieder öfter beraubt

Konstanz (ddp-nrd). In Deutschland hat der Diebstahl von Booten und Bootsmotoren anhaltende Konjunktur. Besonders betroffene Bundesländer sind Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wie das polizeiliche Kompetenz-Zentrum Bootskriminalität in Konstanz auf ddp-Anfrage mitteilte. Die Diebe sind nach Einschätzung der Ermittler besonders im Sommer aktiv. Es würden aber auch Boote und Motoren aus dem Winterlager gestohlen.

Den Angaben zufolge könnte nach einem deutlichen Rückgang bei den Diebstählen in diesem Jahr wieder eine Zunahme verzeichnet werden. Seit Jahresbeginn wurden rund 150 Boote und knapp über 600 Außenbordmotore in Deutschland entwendet. «Insofern sieht es derzeit tendenziell so aus, dass wir wieder mit einem Anstieg der Diebstähle von Außenbordmotoren rechnen müssen», hieß es. Die Bilanz bei den Booten könnte hingegen auf Vorjahresniveau bleiben.

Die Zahl der gestohlenen Boote war 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 300 gesunken. Bei den Außenbordern verringerte sich die Zahl von 1100 auf 971.

Gestohlene Luxusjachten bilden die Ausnahme. Die Diebe konzentrierten sich eher auf Boote mit einer Länge von bis zu zehn Metern, die mit einem Anhänger abtransportiert werden können.

Die Aufklärungsquote bei Bootsdiebstählen wird nicht gesondert erfasst. Allerdings konnten laut den Ermittlern seit Bestehen des Kompetenz-Zentrums im Jahr 2001 bis heute Boote, Trailer und Außenborder im Wert von rund 9,9 Millionen Euro sichergestellt werden. Damit werde in diesem Jahr sicher die Marke von zehn Millionen Euro überschritten.

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Dienstag, 07. Feber 2012

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