Ärzte verordnen mehr Arzneimittel
Schwerin (ddp-nrd). Die niedergelassenen Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern haben im ersten Quartal mehr Medikamente als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verschrieben. Wie der Verband der Ersatzkassen am Dienstag in Schwerin mitteilte, verordneten die Mediziner in den ersten drei Monaten Arzneimittel im Wert von 206,5 Millionen Euro. Das sei ein Plus von 14 Millionen Euro.
An der Spitze lagen den Angaben zufolge Schmerzmittel mit einem Umsatz von 18,5 Millionen Euro, Medikamente gegen Diabetes mit 14,7 Millionen Euro und Blutdruck senkende Mittel mit 14 Millionen Euro. Die meisten Arzneimittel seien von Hausärzten und hausärztlichen Internisten, gefolgt von den Nervenärzten und den Onkologen verschrieben worden.
Der Verband verwies darauf, dass in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor je Versicherten viel mehr Medikamente als im Bundesdurchschnitt verordnet werden. Mit 137 Euro falle der Wert für den Nordosten um 21 Prozent höher aus. In Bayern liege der Betrag bei nur 102 Euro.
Diese Entwicklung werde vor dem Hintergrund des Gesundheitsfonds mit Sorge betrachtet, hieß vom Verband weiter. Die Mittel daraus seien für die medizinische Versorgung aufgrund des einheitlichen Beitrages gedeckelt. Zusatzbeiträge der Krankenkassen würden einseitig zu Lasten der Versicherten gehen.
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