Ältestes Seebäderschiff soll in Dresden wiederaufgebaut werden
Dresden/Rostock (ddp-nrd). Der immer wieder hinausgezögerte Start für den Wiederaufbau von Deutschlands ältestem Seebäderschiff könnte womöglich noch in diesem Jahr vollzogen werden. Das sagte der Geschäftsführer der Schiffs- und Yachtwerft Dresden (SYWD), Torsten Müller, im ddp-Gespräch. Vor drei Jahren war die «Undine» von Rostock auf dem Seeweg nach Dresden gebracht worden. Als «Kronprinz Wilhelm» war das Schiff 1910 auf der Rostocker Neptunwerft gebaut und später vor allem als Ausflugsschiff von Warnemünde aus auf der Ostsee unterwegs.
Der Rostocker Müller, der die insolvente Dresdner Werft 2005 übernahm, setzt beim Wiederaufbau des Schiffes vor allem auf die Unterstützung der Landesregierung und Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Nach seinen Vorstellungen soll die «Undine» künftig vorwiegend als Repräsentationsschiff auf der Ostsee unterwegs sein. Die Kosten für den Wiederaufbau werden auf rund 5,5 Millionen Euro beziffert. Rund die Hälfte sei bereits vorhanden. Nach ihrem Wiederaufbau soll die «Undine» wieder als «Kronprinz» über die Wellen schaukeln.
Die Zeit dränge, ansonsten sei der Schiffsrumpf kaum noch zu retten, sagte Müller. Das nötige Wissen für eine Schiffsüberholung sei auf der Werft vorhanden, da hier früher vor allem die Ausflugsschiffe der «Weißen Flotte» gebaut und später auch gewartet wurden.
(folgt Korrespondentenbericht bis 11.00 Uhr)
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