Bundesrat stimmt Bau der festen Fehmarnbelt-Querung zu

Berlin (ddp-nrd). Einer festen Fehmarnbelt-Querung steht nichts mehr im Wege. Der Bundesrat stimmte am Freitag einem Gesetz zu, das die Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark verankern soll. Nach jahrelangen Verhandlungen hatten sich Deutschland und Dänemark Mitte 2007 auf den Bau geeinigt, im September 2008 unterschrieben sie den Staatsvertrag.

Er sieht eine kombinierte Schienen- und Straßenverbindung vor. Bevorzugte Lösung ist eine Schrägseilbrücke zwischen Fehmarn und Lolland, die bauliche Alternative wäre ein Tunnel. Das Projekt soll 2018 fertiggestellt sein.

Die Kosten in Höhe von 5,6 Milliarden Euro sollen weitgehend von dänischer Seite übernommen werden. Deutschland trägt rund 840 Millionen Euro für die diesseitigen Straßen- und Schienenhinterlandanbindungen. Diese Verbindung soll spätestens sieben Jahre nach Fertigstellung des Querungsbauwerks ausgebaut sein.

Das dänische Parlament Folketing hatte sich bereits Ende März mit deutlicher Mehrheit für den Bau der Querung ausgesprochen. Befürworter des Projekts verweisen auf eine Stunde weniger Fahrzeit von Hamburg via Fehmarn nach Kopenhagen durch die Brücke. Bisher verkehren zwischen Fehmarn und Lolland die Fähren von Scandlines im Halbstundentakt. Kritiker halten das Projekt für überdimensioniert.

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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