«Freide Heide»: Aus für Bombodrom bringt wirtschaftliche Vorteile
Berlin (ddp-nrd). Das Aus für das sogenannte Bombodrom bei Wittstock wird nach Ansicht der Bürgerinitiative «Freie Heide» wirtschaftliche Vorteile für die Region bringen. Laut einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer seien 15 000 Arbeitsplätze in Gefahr gewesen, falls das Gelände als Luft-Boden-Schießplatz genutzt worden wäre, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative, Benedikt Schirge, am Freitag im RBB-Inforadio. Demgegenüber hätte die Bundeswehr lediglich 150 Arbeitsplätze geschaffen.
Schirge sagte, die Bürgerinitiative habe Verständnis für diejenigen, die sich vom «Bombodrom» eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage erhofft hätten. Er zeigte sich aber überzeugt, dass die Entscheidung von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), die Pläne zur militärischen Nutzung des Geländes nicht weiterzuverfolgen, dazu führt, «dass die ganze Region etwas davon hat».
Jung hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Bundeswehr auf die Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide verzichten wird. Das Ministerium werde keine Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom März einlegen, wonach die Bundeswehr das Areal weiterhin nicht nutzen darf.
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