WWF-Studie: Kohlekraftwerk Lubmin birgt finanzielle Risiken

Lubmin (ddp-nrd). Der Betrieb des geplanten Steinkohlekraftwerks in Lubmin birgt nach einer Studie der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) für potenzielle Investoren weit höhere Risiken als bislang angenommen. Allein durch den Ausstoß von Kohlendioxid würden für den dänischen Betreiber Dong Energy jährliche Kosten in Höhe von 140 bis 280 Millionen Euro anfallen, sagte der WWF-Klimaschutz-Referent Brick Medak, am Dienstag in Berlin.

Die erhöhten Kosten erklärten sich aus den neuen Regelungen im europäischen Emissionshandel. Während die Emissionsrechte bislang größtenteils kostenlos an die Unternehmen verteilt würden, müssten die Stromversorger ab 2013 ihre Emissionsrechte ersteigern. Bei einem erwarteten Preis von 20 bis 40 Euro pro Tonne Kohlendioxid werde der gewinnorientierte Betrieb eines Kohlekraftwerkes sehr schwierig, sagte Medak.

Mit dem Lubliner Kraftwerk würden die CO2-Emissionen des gesamten Unternehmens um 50 Prozent auf insgesamt 14 Millionen Tonnen pro Jahr steigen. «Wer jetzt noch wie Dong auf neue Kohlekraftwerke setzt, wird in ein paar Jahren vor milliardenschweren Investitionsruinen stehen», warnte Medak. Langfristig wäre das Unternehmen mit verstärken Investitionen in regenerative Energieträger wirtschaftlich weitaus besser positioniert. Die Studie wurde vom WWF Deutschland und dem WWF Dänemark beim britischen Institut Innovest in Auftrag gegeben.

(wwf.de/presse)

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Mittwoch, 08. Feber 2012

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