Obdachlose übergeben Negativpreis an Arge Greifswald
Greifswald (ddp-nrd). Obdachlose haben der Arge Greifswald am Freitag auf dem Markt der Hansestadt öffentlich den Negativpreis «Verbogener Paragraf» verliehen. Damit wolle die Evangelische Obdachlosenhilfe gemeinsam mit Betroffenen gegen die Sanktionspolitik des örtlichen Jobcenters protestieren, sagte Hermann Pfahler, Vorstandsmitglied der Obdachlosenhilfe auf ddp-Anfrage. Vertreter der Arge seien nicht zugegen gewesen.
Anlass für den Negativpreis sei, dass ein Greifswalder wegen der Kürzung seines «Hartz IV»-Einkommens seine Wohnung verloren habe. Der Mann habe von der Arge zur Auflage bekommen, sich regelmäßig zu bewerben, sagte Pfahler. Da er Analphabet sei, habe er dem nicht nachkommen können. Die Arge habe ihm deswegen seine Leistungen gekürzt. Es handele sich dabei nicht um einen Einzelfall. Die Mitarbeiter des Jobcenters würden nach wie vor «nicht nach Recht und Gesetz entscheiden», betonte Pfahler.
Der Negativpreis der Obdachlosenhilfe, eine 40 Zentimeter hohe Bronze-Statue, sei bereits vor fünf Monaten an die Arge verliehen worden. Da das Jobcenter jedoch nicht reagiert habe, sei der «Verbogene Paragraf» nun von 13 Wohnungslosen zu Fuß vom Sitz des Diakonischen Werks in Lobetal in Brandenburg nach Greifswald getragen worden.
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haben hilfeempfänger schon einmal etwas davon gehört, dass man sich auch persönlich bei firmen vorstellen kann?
nach meiner meinung ist das was die arge dort macht, nicht gerade der schlechteste weg.