DLRG fordert kurzfristige Fahrwasserausbaggerung zum Darßer Nothafen
Darßer Ort (ddp-nrd). Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) fordert eine zügige Ausbaggerung der Schiffszufahrt zum Nothafen Darßer Ort. Der Liegeplatz müsse noch vor der Hauptsaison für die Rettungsflotte zugänglich gemacht werden, sagte der DLRG-Präsident von Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Löttge, am Donnerstag.
Eine nochmalige Verschiebung auf Herbst sei für die Lebensretter unzumutbar und führe zu einer unverantwortlichen Gefährdung von in Seenot geratenen Menschen. Löttge sagte, ein funktionstüchtiger Nothafen sei bis zur Errichtung eines Alternativhafens eine unverzichtbare sicherheits- und tourismuspolitische Notwendigkeit.
Das Verkehrsministerium hatte im April angekündigt, die versandete Fahrrinne noch im Sommer ausbaggern zu lassen, damit die Seenotrettungskreuzer in der Nähe zur stark befahrenen Kadetrinne stationiert werden können. Die Baggerarbeiten wurden jedoch inzwischen zeitlich verlegt.
Der Darßer Nothafen wird aus Umweltschutzgründen seit 2006 nicht mehr freigehalten. Wegen der zunehmenden Versandung hat die DLRG inzwischen ihren Kreuzer in Barhöft stationiert, von dort ist er aber im Falle eines Unglücks in der Kadetrinne etwa eineinhalb Stunden länger unterwegs als vom Darßer Ort aus. Ein Hafen zwischen Warnemünde und der Insel Rügen wird zudem von Wassersportlern immer wieder angemahnt. Im benachbarten Prerow soll ein neuer Sportboothafen mit 250 Liegeplätzen entstehen.
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