Schwerin und Rostock feiern Christopher-Street-Day mit Paraden

Schwerin/Rostock (ddp-nrd). Mit schrillen Paraden und bunten Straßenfesten feiern schwul-lesbische Vereine in Schwerin und Rostock den diesjährigen Christopher-Street-Day (CSD). In Schwerin beginnt die CSD-Woche bereits am Freitag (26. Juni), in Rostock am 11. Juli, wie die Veranstalter am Mittwoch ankündigten. Vor den Rathäusern beider Städte werde aus diesem Anlass die Regenbogenflagge als Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung gehisst.

Schirmherrin der Schweriner CSD-Woche ist Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD). Zu den Veranstaltungen gehören Filmvorführungen, Diskussionsrunden, Musik- und Kabarettvorführungen. Höhepunkt ist am 4. Juli ein Straßenfest am Südufer des Pfaffenteichs, zu dem mehrere Tausend Teilnehmer erwartet werden.

Auch in Rostock werden Parade und Straßenfest am 18. Juli mit einer Veranstaltungswoche einleitet. Geplant seien unter anderem Gesprächsrunden und Vorführungen in verschiedenen Rostocker Klubs und Lokalen, sagte ein Sprecher. Zur eigentlichen Parade der schwul-lesbischen Szene in bunten Kostümen haben sich bereits Hunderte Teilnehmer angesagt. Wie bei vorigen Veranstaltungen werden mehrere Tausend Zuschauer erwartet. Schirmherrin in Rostock ist Landtagspräsidentin Silvia Bretschneider.

Der Christopher-Street-Day geht auf einen Protest von Homosexuellen in New York im Juni 1969 gegen regelmäßige Polizeirazzien in den Schwulenkneipen zurück. Als es am 22. Juni 1969 wieder zu einer Polizeiaktion in der Szenekneipe «Stonewall Inn» in der Christopher Street kam, setzten sich die Schwulen zum ersten Mal gemeinsam und erfolgreich zur Wehr. Es gab tagelange Unruhen, die immer mehr Homosexuelle in die Christopher Street zogen, so dass die Polizei schließlich weichen musste. Die Protestbewegung breitete sich schnell auch auf Europa aus.

(csd-schwerin.de; csdrostock.de)

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