Uhrmacher entwickelt Nobel-Chronometer für «Gorch Fock I»

Stralsund (ddp-nrd). Mit der Entwicklung einer Nobeluhr unterstützt ein Feinuhrenhersteller aus Sachsen-Anhalt die Instandsetzung des deutschen Traditionsseglers «Gorch Fock I». Eine erste Spende in Höhe von 10 000 Euro sei am Montag in Stralsund von der Traditionsfirma Dornblüth aus Kalbe an den Verein Tall-Ship Friends übergeben worden, sagte Vereinschef Wulf Marquard. Mit dem Geld könne das marode Achterdeck des 82 Meter langen Windjammers erneuert werden.

Die Spende stamme aus dem Verkauf der ersten, in limitierter Auflage gefertigten Armbanduhren, sagte Uhrmachermeister Dirk Dornblüth. Der Unternehmer hatte bereits vor zwei Jahren die originalen Schiffschronometer der 1933 gebauten Bark repariert. Damals sei die Idee entstanden, durch den Verkauf einer in Handarbeit gefertigten Armbanduhr einen eigenen Beitrag dafür zu leisten, dass die «Gorch Fock I» eines Tages wieder die Segel hissen könne, sagte Dornblüth. Inzwischen seien die ersten der jeweils rund 15 000 Euro teuren Luxusuhren mit dem Gorch-Fock-Logo an Kunden in Deutschland, den USA, Singapur und in den Niederlanden verkauft worden.

Die «Gorch Fock I», Vorgänger des heutigen Marine-Ausbildungsschiffs «Gorch Fock», war vor sechs Jahren in marodem Zustand nach Stralsund geschleppt worden. Im vergangenen Jahr wurde der Rumpf des Großseglers in der Volkswerft Stralsund mit Spenden und Sponsorengeldern in Höhe von 370 000 Euro instand gesetzt. Um das Schiff wieder flott zu bekommen, fehlen derzeit noch rund 1,5 Millionen Euro, vor allem für die Reparatur von Elektroanlagen, Hauptantrieb und Wasserversorgung. Ziel des Fördervereins ist es, den Windjammer in fünf Jahren wieder zu Gästetörns in der südlichen Ostsee einzusetzen. (tallshipfriends.de; gorchfock-watches.com)

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