Wadan-Werften ohne sichere Aufträge und ohne liquide Mittel
Wismar (ddp-nrd). Die beiden Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde sind leut Prüfung durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Marc Odebrecht «ohne sichere Aufträge und ohne liquide Mittel». Die Situation der beiden Schiffbaubetriebe sei sehr schwierig, sagte Odebrecht am Freitag in Wismar nach Belegschaftsversammlungen an beiden Werftstandorten. Es gebe derzeit nicht einmal Beschäftigung für die Hälfte der rund 2400 Werftleute. Ab Ende August müssten nach heutiger Auftragslage in Warnemünde die Maschinen abgestellt werden.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei keines der laufenden Schiffbauprojekte sicher finanziert, sagte Odebrecht weiter. Lieferanten hätten rund 90 Millionen Euro an offenen Forderungen gegenüber dem Unternehmen. Anlass zur Hoffnung gäben Gespräche mit Banken, um vier der bestellten Schiffe fertig bauen zu können. Dazu gehörten die beiden RoPax-Fähren für Stena Line. Dann könnten wieder Aufträge an Lieferanten erteilt werden. Wenn dies erreicht werde, sei Zeit gewonnen und eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, sagte Odebrecht.
Am Nachmittag war ein Gespräch zwischen Betriebsräten, vorläufigem Insolvenzverwalter und Regierungsvertretern in Schwerin geplant.
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